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Jugendfeuerwehr 2011

 
   

Ausbildungslager der Feuerwehren der Stadt Ketzin

Vom 16.-18.09.2011 führten die Jugendfeuerwehren der Stadt Ketzin ihr traditionelles Ausbildungszeltlager zusammen mit den Feuerwehren  Rhinow, der Feuerwehr Selbelang und dem THW Ortsgruppe Friedrichshain/ Kreuzberg Abteilung Wassergefahren durch. Die Feuerwehr Pausin musste leider absagen. Wir hoffen aber, dass ihr im nächsten Jahr auch wieder dabei sein werdet. Insgesamt nahmen 56 Kinder, 28 Ausbilder und Betreuer an unserem Ausbildungslager teil. Zum ersten Mal  konnten wir das für unsere Zwecke sehr gut geeignete Strandbad in Ketzin nutzen. Vielen Dank gilt den Mitarbeitern des Strandbades und der Stadt für Eure unbürokratische und engagierte Unterstützung an diesem Wochenende für unsere Kinder. Am Sonnabendvormittag wurde bis zum Mittagessen an  vier Ausbildungsstationen gearbeitet. Insbesondere ging es um Erste Hilfe bei Kreislaufzusammenbrüchen und Brandverletzungen. Vielen Dank an die Kameraden vom ASB, die den Kindern an dieser Ausbildungsstation professionell ihr Wissen vermittelten. Weitere Stationen waren „FwDv3 Löschmittel Schaumeinsatz“, der Umgang mit provisorischen Löschmethoden (Monitor) und „Offene Wasserentnahmestelle“. An der vierten Station „Leinen und Knoten“ wurde das notwendige Wissen für die am Nachmittag stattfindende Einsatzübung vermittelt. Zum Mittagessen hatten sich unsere Köche aus Paretz etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie verwöhnten uns mit einem kräftigen Wurstgulasch, den man wahlweise mit Quetschkartoffeln oder  Nudeln essen konnte. In diesem Zusammenhang möchte ich das Engagement von Steffi Menke und Lisa Müntz erwähnen, ohne deren unermüdlichen Einsatz in der Küche unsere Kinder bestimmt nicht so gut gestärkt in den Einsatz gegangen wären. Am Nachmittag startete dann fast pünktlich die Einsatzübung. Die perfekte Kulisse dafür bildete ein ausgedientes Pumpenhäuschen mit drei voneinander getrennten Räumen am Paretzer Kanal. Die Aufgaben bestanden darin, eine Person in einem verqualmten Raum zu finden und zu retten, einen Wohnungsbrand zu bekämpfen und den Brand in einer Werkstatt zu löschen, indem man die im Feuer stehenden Druckgasflaschen zu kühlen hatte, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Durch das umsichtige Handeln der Kameraden, die vom Einsatzleiter Ulf Rautschke angeleitet wurden, konnten die Kinder das erlernte Wissen vom Vormittag  gleich in die Praxis umsetzen. Unsere Feuerteufel Daniel Radoy und Rene Kessler sorgte am Einsatzort für die entsprechend spektakuläre Kulisse. Die Einsatzübung wurde in mehreren Staffeln gefahren, ein Drittel der Kinder blieb im Lager zurück. Ein Dankeschön an das THW die sich mit zwei interessanten Ausbildungsstationen um die im Lager zurückgeblieben den Kinder kümmerten.   Gegen Abend fuhr plötzlich ein weißer Transporter der Landbäckerei Schulze aus Falkenrehde auf das Gelände des Freibades Ketzin,  worüber wir uns sehr wunderten. Der Fahrer Steffen Schulze öffnete seine Ladeklappe und zum Vorschein kamen 20 Kuchenbleche und ein Riesenbackblech von 0,85m Breite und 1,75m Länge  voll blankem Pizzateig. Wir fragten uns, ob wir jetzt rohen, ungebackenen Pizzateig essen sollten?! Nein! Unser Bäcker war lediglich der Meinung, dass er nicht alles alleine machen müsse, wenn so viele  Kinder helfen könnten. So kam es, dass jeder ein kleines Stück Pizzateig selber mit den vorbereiteten Zutaten versehen konnte.  Eine Stunde später konnten wir dann feststellen, dass es viele kleine Pizzabacktalente unter uns zu geben scheint. Die Pizza hat einfach großartig geschmeckt. Vielen Dank möchten wir an dieser Stelle der Landbäckerei Schulze, insbesondere dem fleißigen Steffen Schulze und seinen Kollegen sagen, die uns dies ermöglichten. Nach dem Abendbrot brachen wir zu einer kleinen Nachtwanderung zu den dunklen Ecken von Ketzin auf. Ein zünftiges Lagerfeuer läutete dann so ganz langsam die wohlverdiente Nachtruhe ein. Am nächsten Morgen wurden wir dann ganz sanft von unserer Lager-Vuvuzela (einem riesigen Schiffshorn) aus unseren Träumen geführt. Nach einem deftigen Frühstück räumten wir unsere Sachen zusammen und bereiteten uns auf die Abreise vor. Wie sollte es anders sein, verabschiedete sich der ansonsten sehr freundliche Himmel mit einem kräftigen, lang anhaltenden Regenguss von uns. Ich möchte mich im Namen der Kinder bei allen Helfern, Ausbildern und Sponsoren bedanken, denn ohne Euren selbstlosen Einsatz wäre dieses sehr wichtige Wochenende für unsere kleinsten Feuerwehrleute nicht möglich gewesen und vor allen Dingen nicht so erfolgreich. Ganz besonders möchte ich hier auch zwei tüchtige Jugendfeuerwehrkameradinnen erwähnen: Jessica Fröhner und Annika Rautschke, die vom Aufbau des Lagers am Freitag bis zum Sonntag immer wieder wichtige Aufgaben übernommen haben und somit wesentlich zum Gelingen des Lagers beigetragen haben. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns im nächsten Jahr an dieser Stelle wieder sehen werden, wenn die Jugendfeuerwehren der Stadt Ketzin zum Herbstlager rufen.

Vielen Dank!
Ralf Müntz (Stadtjugendwart)

 

Die Jugendfeuer der FF Falkenrehde

trifft sich immer freitags ab 16.00 an der Wache!

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