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Jugendfeuerwehr 2009

 

   

Das 17. Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren des Landkreises

ZOOTZEN - Auf dem Sportplatz am Ortsrand des Dorfes hatten 35 Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie Gäste aus Barnim und Pachowow (Polen) ihre Zelte aufgeschlagen. In das Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Havelland waren insgesamt 360 Mädchen und Jungen gekommen, um ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse im Feuerwehrwesen zu vertiefen. Dabei standen ihnen 110 Ausbilder und Helfer zur Seite. Mit 470 Teilnehmern ist das Ausbildungslager in Zootzen das größte dieser Art im Land Brandenburg.

Eröffnet wurde das Ausbildungslager durch Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler und den havelländischen Vize-Landrat Henning Kellner. Am Samstag hatte der Feuerwehrnachwuchs Eltern, Freunde und Bekannte zu einem „Tag der offenen Tür“ ins Ausbildungslager eingeladen. Die Feuerwehrmädchen- und jungen führten Übungen vor und zeigten ihren Gästen das Ausbildungslager. In kleine Gruppen aufgeteilt absolvierten alle Jugendlichen insgesamt 23 Ausbildungsstationen. Vom Knoten über das Schläuche auslegen bis zum Löschangriff reichte die Palette.

Überraschungen blieben nicht aus. Ein Beispiel: So sehr Antonie sich auch reckte und streckte. Für den Chemikalienschutzanzug war das achtjährige Mädchen noch zu klein. Die Spezialausrüstung in knallgelber Farbe schützt Feuerwehrleute bei gefährlichen Einsätzen vor gesundheitsschädigendem Rauch. Auch wenn der Schutzanzug noch viel zu groß war, schlüpfte Antonia trotzdem rein. „Mal sehn wie es darin ist“, sagte sie kurzentschlossen.

Am Freitag hatten auch Hortkinder aus Friesack, Nauen und Stölln im Ausbildungslager vorbeigeschaut. So konnten sie auch Leon (10 Jahre) von der Jugendfeuerwehr Paretz beobachten, wie er sich von Andre Taube die Handhabung von Feuerlöschern erklären ließ.

Frank Brohmann und Stephan Hädicke sind Taucher bei der Bundeswehr in Havelberg. In Zootzen erläuterten sie dem Feuerwehrnachwuchs ihre Taucherausrüstung. Auch die Polizei, der ASB und weitere Vereine waren im Lager dabei. „So lernen die Jugendlichen das Zusammenspiel von verschiedenen Helfern und Organisationen in einem Katastrophenfall“, sagte Frank Pfuhl, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, der mit Stolz darauf verwies, dass fast zwei Drittel aller Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus dem Havelland ins Ausbildungslager gekommen waren. (Von Norbert Stein)

 

FEUERWEHR: Löschangriff krass

In Zootzen fand an diesem Wochenende das 17. Ausbildungslager der Jugendwehren statt

ZOOTZEN - So sehr Antonia ihre Füße noch streckte: Für den Chemikalienschutzanzug war das achtjährige Mädchen noch zu klein. Der knallgelbe Spezialanzug soll Feuerwehrleute bei gefährlichen Einsätzen eigentlich vor ätzendem Rauch und giftigen Gasen schützen. Wenn man darin aber nicht laufen kann, weil sich die Füße ständig im Hosenbein verheddern, nützt natürlich der sicherste Overall nichts. Antonia schlüpfte trotzdem rein. Sie war schließlich neugierig „Mal sehn, wie es sich darin anfühlt“, sagte sie kurzentschlossen. Ausbilder Rainer Blaudzum von der Ortsfeuerwehr Selbelang half ihr in den Schutzanzug – und bald darauf auch wieder hinaus. Sicherheitshalber.

Von Donnerstag bis gestern gastierte der havelländische Feuerwehrnachwuchs in Zootzen. Auf dem Sportplatz am Ortsrand des kleinen Dörfchens hatten 35 Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie Gäste aus Barnim und dem polnischen Pachowow ihre Zelte aufgeschlagen. In das zum 17. Mal organisierten Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Havelland waren 360 Mädchen und Jungen gekommen. Sie wollten ihr Feuerwehrwissen vertiefen und in praktischen Übungen lernen, noch besser mit den Arbeitsgeräten der Feuerwehr umzugehen. Dabei standen ihnen 110 Ausbilder und Helfer zur Seite.

Mit 470 Teilnehmern ist das Ausbildungslager in Zootzen das größte dieser Art im Land Brandenburg. Nicht zuletzt deshalb hatten bei der Eröffnung auch einige Politiker vorbeigeschaut. Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler und der havelländische Vizelandrat Henning Kellner eröffneten am Donnerstag das Lager.

Am Sonnabend hatte der Feuerwehrnachwuchs dann Eltern, Freunde und Bekannte zu einem „Tag der offenen Tür“ ins Ausbildungslager eingeladen. Die Feuerwehrmädchen und -jungen führten Übungen vor, zeigten ihren Gästen das Ausbildungslager und erzählten ihnen aufgeregt von der Nachtwanderung am Freitag.

Auch Hortkinder aus Friesack, Nauen und Stölln hatten vorbeigeschaut. Sie sahen die Jugendlichen beim Knoten und beim Löschangriff. Sie beobachteten Nachwuchsfeuerwehrmann Leon von der Jugendfeuerwehr Paretz, wie der sich die Handhabung von Feuerlöschern erklären ließ. Und sie hielten kurz bei Frank Brohmann und Stephan Hädicke an, die eigentlich als Taucher bei der Bundeswehr in Havelberg arbeiten. In Zootzen zeigten sie dem Feuerwehrnachwuchs ihre Taucherausrüstung.

Auch die Polizei, der ASB und andere Vereine waren im Ausbildungslager dabei. „So lernen die Jugendlichen auch das Zusammenspiel von verschiedenen Helfern und Organisationen in einem Katastrophenfall“, sagte Frank Pfuhl, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Stolz verwies er darauf, dass fast zwei Drittel aller Mitglieder der Jugendwehren aus dem Havelland ins Ausbildungslager gekommen waren.

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. So wurde Volleyball gespielt, oder versucht möglichst schnell und geschickt Nägel in einen Baumstamm zu hämmern. (Von Norbert Stein)

Quelle: MAZ, 20.07.2009